31.08.2017

SpiFa bringt Wahlplakate ins Wartezimmer

Ärzte Zeitung, 31.08.2017

Der Spitzenverband der Fachärzte startet drei Wochen vor der Wahl eine eigene Plakatkampagne fürs Wartezimmer. Ärzte können aus drei Themenreihen ihr Plakat wählen.

SpiFa bringt Wahlplakate ins Wartezimmer

Eine zentrale Botschaft der SpiFa-Plakatkampagne richtet sich gegen die Bürgerversicherung.

Die Plakatkampagne „Mein Facharzt. Meine Wahl.“ wurde heute vom Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) in Berlin vorgestellt. Im Vorfeld der Bundestagswahl soll mit zehn Motiven in den Facharztpraxen bundesweit auf ärztliche Themen und drohende Versorgungsprobleme aufmerksam gemacht werden. Denn in den Wahlprogrammen der Parteien spielten fachärztliche Belange kaum eine Rolle, so die Kritik des SpiFa.

Zu den gesundheitspolitischen Themen, die Fachärzten am Herzen liegen, gehören der alte Streit mit den hausärztlichen Kollegen über eine alleinige Patientensteuerung und über die Honorarverteilung.

Das sind die drei zentralen Botschaften der Plakate:

  • „Freie Entscheidung für freie Bürger! Damit Sie auch in Zukunft den Arzt Ihres Vertrauens wählen dürfen.“
  • „100 Prozent Honorar für 100 Prozent Leistung! Damit Sie und Ihr Arzt am Ende des Quartals nicht leer ausgehen.“
  • „Gegen die Bürgerversicherung! Damit Ihr Arzt auch in Zukunft noch Zeit für Sie hat.“

Ergänzt werden die Plakate mit – je nach Fachrichtung passenden – Sprüchen wie „“Mein Knie will nicht jeden Arzt.“ oder „Mein Ohr will nicht jeden Arzt.“

„Wir richten unsere Botschaften direkt an die Patientinnen und Patienten, für die die freie Wahl ihres Facharztes ein hohes Gut ist und verknüpfen dieses gemeinsame Interesse selbstbewusst mit der Bundestagswahl“, so der SpiFa-Vorsitzende Dr. Dirk Heinrich. Denn in der Wahlkabine werde auch über die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Deutschland abgestimmt. (run)

Quelle: https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/942087/fachaerzte-spifa-bringt-wahlplakate-wartezimmer.html?cm_mmc=Newsletter-_-Telegramm-C-_-20170831-_-Berufspolitik