Positionen

13.04.2017

E-Health-Grundsatzpapier

E-Health in der Versorgung. Die Digitalisierung führt zu einer der umfassendsten und nachhaltigen Veränderung gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und sogar ethischer Prozesse. Sie überwindet Zeit und Raum, vernetzt die Akteure und globalisiert menschliches Wissen. Sie wird über die Zeit gewachsene Strukturen revolutionieren und über Jahrzehnte die Sprunginnovation in der medizinischen Versorgung darstellen.

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) hat mit seinem Grundsatzpapier Forderungen entworfen, um die Digitalisierung zu einem Erfolg werden zu lassen. Innovationen entstehen heute vor allem innerhalb der fachärztlichen ambulanten und stationären Versorgung und bezeugen die enorme Bedeutung des Facharztes. Mit dem sogenannten E-Health-Gesetz hat der Gesetzgeber eine rechtliche Grundlage für die Einführung und Beschleunigung weiterer E-Health-Anwendungen in die medizinische Versorgung geschaffen.

Die Schaffung rechtlicher Grundlagen zeigt die unaufhaltsame Entwicklung und den Fortschritt, den Digitalisierung für die medizinische Versorgung offenbart. Dennoch gibt es Herausforderungen, die es zur effektiven und optimalen Umsetzung von E-Health in der medizinischen Versorgung abzubauen gilt. Nach wie vor ist die sichere und barrierefreie Nutzung von E-Health nicht gelöst. Sichere Kommunikation sowie der sichere Austausch von Daten verlangen nach klaren, international harmonisierten Datenschutzregelungen. Der Austausch von Daten zwischen Fachärzten muss system- und sektorenübergreifend möglich sein. Nach wie vor ist es Fachärzten nicht möglich, systemunabhängig zu interagieren. Es bedarf zu häufig noch zusätzlicher Module, Systeme oder Zwischenlösungen außerhalb des vom Arzt genutzten Informations- und Verwaltungssystems. Erschwerend kommt hinzu, dass eine national einheitliche, eindeutige Identifizierung des Patienten zu jeder Zeit, an jedem Ort nicht möglich ist.

Unser Maßstab: Die Digitalisierung wird vom SpiFa als Chance begriffen. Das Gesundheitssystem von morgen wird nach unserer Vorstellung eine digital gestützte Versorgung mit einem individuellen, empathischen und auf Vertrauen basierenden Arzt-Patienten-Verhältnis im Zentrum sein. Es wird ein System sein, das durch telemedizinische Innovationen geprägt ist und die Sektorengrenzen aufbricht. Der SpiFa und seine Mitgliedsverbände sehen sich in der Verantwortung und haben das Grundsatzpapier E-Health entwickelt sowie auf der Mitgliederversammlung am 7. April 2017 beschlossen.

SpiFa Grundsatzpapier E-Health

12.04.2017

Positionspapier „Innovationszugang im deutschen Gesundheitsmarkt“

Die Digitalisierung führt dynamisch und mit hoher Geschwindigkeit in einem Fort zu neuen Ansätzen, Modellen und Produkten. Der Versorgungs- und Gesundheitssektor jedoch lebt von Stetigkeit, dem Vertrauen in Sicherheit und gesicherten Erkenntnissen. Gesellschaftliche Herausforderungen, wie etwa der demografische Wandel, der rechtlich saubere und ethische Umgang mit Daten und ihrer Vernetzung werden erst allmählich in ihrer gesamten Dimension betrachtet. Zunehmend wird das Gesundheitswesen als Wirtschaftsfaktor am Standort Deutschland wahrgenommen.

Der SpiFa ist überzeugt, dass allein durch einen verbesserten Zugang von Innovationen zum deutschen Gesundheitsmarkt aktuelle Herausforderungen erfolgreich gelöst werden können. Eine Reihe von Regelungen im Gesundheits- und Versorgungssystem verhindern die Einführung von Innovationen.

Um diese Blockade zu durchbrechen, haben der SpiFa und seine Mitgliedsverbände ein Fast-Lane-Modell entwickelt, das einen Zugang von Innovationen zum deutschen Gesundheitsmarkt beschleunigt und nachhaltig ermöglichen soll, und dieses auf der Mitgliederversammlung am 7. April 2017 verabschiedet. Der SpiFa sieht sich in seiner Verantwortung der steten Optimierung und Entwicklung des Versorgungssystems und ist überzeugt, dass Innovationen und der daraus resultierende Fortschritt die Gesundheitsversorgung der Zukunft garantieren.

Positionspapier Innovationszugang im deutschen Gesundheitsmarkt

16.06.2016

Agenda für die Fachärzte in Deutschland bis 2020

Die Mitgliederversammlung des SpiFa e.V. hat mit Beschluss vom 08.06.16 die Agenda Facharzt 2020 zur Zukunftsgestaltung der Gesundheitsversorgung in Deutschland verabschiedet. In seiner Funktion als Dachverband fachärztlicher Berufsverbände stellt er die nachfolgenden Forderungen auf:

  • Stärkung freiberufliche Tätigkeit des Arztes und Erhalt der Kernelemente des freien Berufes
  • Niederlassungsfreiheit für Fachärzte
  • Bekenntnis zur gemeinsamen fachärztlichen Versorgung im gestuften Versorgungssystem
  • Wahlfreiheit für den Versicherten durch Dualität
  • Kombination von Kollektiv- und Selektivverträgen zur Versorgungsverbesserung
  • Etablierung einer liberalen Wettbewerbsordnung
  • Stärkung einer sektorenübergreifenden Verbundweiterbildung
  • Sinnvolle Steuerung der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen
  • Neuordnung der Sektorengrenzen im Gesundheitswesen
  • Sicherung der Innovationsfähigkeit im Gesundheitswesen
  • Ausbau von IT-Strukturen und arztunterstützender digitaler Prozesse
  • Notwendigkeit einer Referenzgebührenordnung für Ärzte (GOÄ)
  • Reform der ärztlichen Selbstverwaltung in den Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

Lesen Sie hier den vollen Text der Agenda Facharzt 2020

 

19.04.2016

Forderungen zur Erarbeitung einer aktualisierten GOÄ

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25.01.2016

Der SpiFa unterstützt ausdrücklich die Kritik der Verbände am GOÄ-Beschluss

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23.01.2016

Anträge der Delegierten der Allianz Deutscher Ärzteverbände, des Deutschen Hausärzteverbandes und weiterer ärztlicher Verbände

zur Reform der Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ) anlässlich des Sonderärztetages am 23. Januar 2016 in Berlin

Anträge

18.01.2016

Offener Brief des SpiFa zur GOÄ

Im Vorfeld des außerordentlichen Ärztetages zur Novellierung der GOÄ am 23.01.16 hat sich der SpiFa in einem  Offenen Brief positioniert.

Den Offenen Brief an den Marburger Bund „Warum Ärzte in der Klinik von der Reform betroffen sind“, lesen Sie hier.

Anlage 1: Gegenüberstellung GOÄalt – GOÄneu

Anlage 2: BDI aktuell „Wie GOÄ-Novelle die Freiberuflichkeit an die Kette legt“