21.11.2017

KBV warnt nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche vor einem Stillstand im Gesundheitswesen

Deutsches Ärzteblatt Online

Montag, 20. November 2017

Berlin – Nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen warnt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) vor einem Stillstand im Gesundheitswesen.

„In der Gesundheitspolitik gibt es Herausforderungen und Aufgaben, die wir so schnell wie möglich angehen und lösen müssen“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen. Beispiele dafür seien unter anderem die Verzahnung von Bereitschafts- und Notfalldienst und die stärkere Zusammenarbeit von ambulanten und stationären Strukturen. Er betonte, die KBV stehe bereit, diese Herausforderungen zu lösen, und habe dazu Optionen und Vorschläge aufgezeigt. „Dies kann jedoch am besten mit einer stabilen und verlässlichen Politik gelingen. Deshalb mein Appell an die politischen Akteure, möglichst rasch den momentanen Schwebezustand zu beenden“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende.

Auch Bayerns Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml (CSU) hat mit Bedauern auf das Scheitern der Jamaika-Sondierungen reagiert. „Es wäre wichtig gewesen, eine stabile Regierung hinzubekommen, weil das ist, was die Menschen von uns erwarten“, sagte Huml heute in Nürnberg. Es sei nun notwendig, dass sich die Parteien noch einmal intern berieten, so die Ministerin. © hil/aerzteblatt.de

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 20.11.2017