Aktuelles

01.12.2017

Das Schaltwerk für vernetzte Sektoren

Das Aufbrechen der Grenze ambulant-stationär ist müßig. Mehrfach hat sich der Gesetzgeber daran versucht. Nicht alle Ansätze waren schlecht. Das zentrale Schaltproblem hat er aber stets vernachlässigt: einheitliche Vergütungsregeln. Wir zeigen, wie diese aussehen könnten.

Von Tilo Radau

Das Gesundheitswesen in Deutschland wird aufgrund seiner tradierten Strukturen stets sektoriert betrachtet. Hiervon sind vor allem die ambulante und die stationäre Versorgungsebene betroffen. Ausgelöst wird eine solche Trennung überwiegend durch die Finanzierungssystematiken, die stets ein sektorales Budgetierungssystem vorsehen. Hierdurch ergibt sich zudem die Tatsache, dass jeder Leistungsbereich bei allen Ansätzen zur Überwindung der Sektorengrenzen zunächst das eigene Territorium zu verteidigen versucht und somit auch kleinste „Grenzkorrekturen“ bekämpft. Weiterlesen

28.11.2017

Private Zusatzversicherungen wären die Profiteure der Bürgerversicherung

„Die Bürgerversicherung würde wie ein Brandbeschleuniger für eine echte Zweiklassenmedizin in Deutschland wirken“, warnen die Vorstandsvorsitzenden der in der Allianz Deutscher Ärzteverbände vertretenen Organisationen. Sie kritisieren, dass es bis heute kein auskalkuliertes Konzept für die Bürgerversicherung gibt. „Dagegen steht fest, dass die Gewinner dieser pseudogerechten Ideologie einiger Politiker die privaten Zusatzversicherungen wären“, betont der amtierende Allianz-Sprecher und Chef von MEDI GENO Deutschland, Dr. Werner Baumgärtner. Weiterlesen

28.11.2017

Niedergelassene Ärzte warnen vor Einknicken bei der Bürgerversicherung

Der Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands warnt davor, der SPD mit der Einführung einer „Bürgerversicherung“ ein Zugeständnis für Verhandlungen zu einer Großen Koalition zu machen. „Das wäre ein Einknicken mit fatalen Folgen: Die Bürgerversicherung verursacht eine unwiederbringliche Zerstörung von funktionierenden Strukturen. Sie ist die Abrissbirne an einem bewährten System, das die Bevölkerung und internationale Organisationen wie die OECD für das beste der Welt halten. Die freie Arztwahl, der niedrigschwellige Zugang zu wohnortnahen Haus- und Fachärzten und die europaweit kürzesten Wartezeiten wären schnell beendet“, prognostiziert der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Dirk Heinrich. Weiterlesen

21.11.2017

KBV warnt nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche vor einem Stillstand im Gesundheitswesen

Deutsches Ärzteblatt Online

Montag, 20. November 2017

Berlin – Nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen warnt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) vor einem Stillstand im Gesundheitswesen.

„In der Gesundheitspolitik gibt es Herausforderungen und Aufgaben, die wir so schnell wie möglich angehen und lösen müssen“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen. Beispiele dafür seien unter anderem die Verzahnung von Bereitschafts- und Notfalldienst und die stärkere Zusammenarbeit von ambulanten und stationären Strukturen. Er betonte, die KBV stehe bereit, diese Herausforderungen zu lösen, und habe dazu Optionen und Vorschläge aufgezeigt. „Dies kann jedoch am besten mit einer stabilen und verlässlichen Politik gelingen. Deshalb mein Appell an die politischen Akteure, möglichst rasch den momentanen Schwebezustand zu beenden“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende. Weiterlesen

17.11.2017

Hartmannbund: Politik will Ärzte in der Grundversorgung ersetzen

Deutsches Ärzteblatt Online, 17.11.2017

Berlin – Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Klaus Reinhardt, hat davor gewarnt, dass Ärzte innerhalb des Gesundheitswesens zugunsten günstigerer nicht-ärztlicher Gesundheitsberufe ersetzt werden. „Die Politik versucht, halb heimlich, arztersetzend, die ambitionierten Pflegevertreter in der Grundversorgung zu etablieren“, sagte Reinhardt auf der Haupt­ver­samm­lung des Verbands heute in Berlin. Die Politik erhoffe sich dabei, die Basisversorgung deutlich preisgünstiger zu gewährleisten. Zudem werde das Gesundheitssystem dadurch von seiner Arztzentriertheit „befreit“. Weiterlesen

15.11.2017

Wegfall der Budgets: Fachärzte unterstützen KBV-Forderung

Ärzte Zeitung online, 14.11.2017

Der Appell von KBV-Chef Dr. Andreas Gassen an die Jamaika-Sondierer, die niedergelassenen Ärzte endlich aus dem engen Korsett der Budgetierung zu befreien, stößt beim Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) auf große Zustimmung. Denn: Die Budgetierung der Vergütung „ist für den spürbaren Landarztmangel und Arztmangel in sozialen Brennpunkten unserer Städte, den zunehmenden Zeitmangel in Arztpraxen aufgrund notwendigem Abbau von Personal und den Investitionsstau in der ärztlichen Versorgung verantwortlich“, so der Verband. Weiterlesen

14.11.2017

Jamaika bietet Chancen für Kehrtwende in der Gesundheitspolitik

Der Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands sieht in einer Jamaika-Koalition große Chancen, die Weichen in der Gesundheitsversorgung umzustellen und grundlegend neue Wege zu gehen: „Mit einer schwarz-gelb-grünen Koalition eröffnet sich die Möglichkeit, die Fehler der Vergangenheit zu beheben. Denn gerade die staatlichen Steuerungsphantasien der Vorzeit haben die strukturellen Probleme der Gegenwart und die Herausforderungen der Zukunft verursacht. Damit muss jetzt Schluss sein“, erklärt Dr. Dirk Heinrich, der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes. Weiterlesen

13.11.2017

KBV-Chef Gassen: Enges Korsett der Budgets muss weg

Ärzte Zeitung online, 13.11.2017

Die Stimmen aus der Ärzteschaft gegen die bisherige Budgetierung in der ambulanten Versorgung werden lauter: Auch KBV-Chef Dr. Andreas Gassen hat nun an die künftige Regierungskoalition appelliert, in ihren Beratungen „die Abschaffung der Budgetierung ärztlicher Leistungen zu berücksichtigen“ und feste Preise ohne fremde Mengensteuerung zu ermöglichen. Weiterlesen

13.11.2017

Versorgungsplanung: Psychotherapiestudium stößt bei Ärzten auf Gegenwehr

Ärzte Zeitung online, 13.11.2017
 

Die Interessen prallen aufeinander: Ärztliche und nichtärztliche Psychotherapeuten liegen in der Bewertung der geplanten Ausbildungsreform für Psychotherapeuten weit auseinander. Weiterlesen

13.11.2017

Bundesverband der Belegärzte e.V. appelliert auf Mitgliederversammlung: Belegarztsystem bei Neuordnung der intersektoralen Versorgung nutzen!

Das Belegarztsystem ist eine der ältesten Organisationsstrukturen der stationären Krankenversorgung in Deutschland: patientenfreundlich, effektiv und kostengünstig. Obwohl vergleichbare Versorgungsformen weltweit als Standard in den verschiedenen Gesundheitssystemen etabliert sind, wurde das Belegarztwesen hierzulande zuletzt stiefmütterlich behandelt. Nun haben sich die Vorzeichen geändert: Angesichts der inzwischen politisch gewünschten engeren Verzahnung von ambulanter und stationärer Patientenversorgung steht das Belegarztwesen als funktionierendes Beispiel intersektoraler Versorgung vor einer Renaissance, und der Bundesverband der Belegärzte e. V. (BdB) appellierte auf seiner Mitgliedervollversammlung am 11. November 2017 in Berlin an Politik und Kassen, die Vorteile des Belegarztsystems bei der aktuellen Neuordnung der sektorenübergreifenden Versorgung zu nutzen. Weiterlesen

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