Aktuelles

23.08.2018

Schluss mit den Kassenverweigerern: Durch die Selbstverwaltung muss ein Ruck gehen

Mit großer Sorge beobachtet der Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands seit langem die Entwicklung bei den Krankenkassen, jede noch so sinnvolle neue Ausgabe erst einmal zu verhindern, anstatt sich aktiv an der Weiterentwicklung des Gesundheitssystems zu beteiligen.

Aktuell ist dies bei den geplanten Neuregelungen im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) zu beobachten, wo die Krankenkassen generell und prinzipiell alle geplanten neuen ärztlichen Leistungen nicht zusätzlich bezahlen wollen. „Politik und weite Teile der Bevölkerung haben die seit 25 Jahren anhaltende Budgetierung als Problem in der Versorgung erkannt. Nur die Krankenkassen schalten hier auf stur und gerieren sich als Gralshüter der Milliardenüberschüsse, die durch ihre eigenen Versicherten erwirtschaftet wurden und eigentlich für die Patientenversorgung vorgesehen sind“, erklärt der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Dirk Heinrich. Weiterlesen

22.08.2018

Baumgärtner zur Honorareinigung für 2019: „Flickschusterei, die unsere Probleme nicht löst“

Die rund 620 Millionen Euro mehr, die es nach Angaben der KBV und des GKV-Spitzenverbands im nächsten Jahr für die ambulante ärztliche Versorgung in Deutschland geben wird, sind „der niedrigste Zuwachs auf das Gesamtbudget seit Jahren“, kritisiert Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MED GENO Deutschland Weiterlesen

22.08.2018

Honorarabschluss 2019: Praxisärzte seit Jahren von der Kostenentwicklung abgehängt

Fachkräftemangel in den Praxen verschärft sich

„Praxisärzte bleiben trotz des Honorarabschlusses von gestern bei der Kostenentwicklung weiterhin abgekoppelt und sie bleiben auf den zentralen Problemen sitzen: Fehlenden Mittel für qualifiziertes Personal und für Investitionen in den Praxen“, so kommentiert der Bundesvorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, Dr. Dirk Heinrich, das aktuelle Verhandlungsergebnis von Krankenkassen und KBV.

Der Orientierungswert steigt zwar um rund 1,58 Prozent, liegt damit aber unter der Preissteigerungsrate von derzeit 2 Prozent. Damit lassen sich nicht einmal die Gehaltssteigerungen der Medizinischen Fachangestellten auffangen, die in den letzten Jahren 2,6 Prozent (2017) und 2,2 Prozent (2018) betrugen, zumal der Vorjahresabschluss mit rund 1 Prozent deutlich niedriger ist. Weiterlesen

22.08.2018

Siebenstündige Verhandlungen – Honorar-Einigung erzielt!

KBV und GKV-Spitzenverband haben sich nach siebenstündigen Verhandlungen auf das Honorar für 2019 geeinigt.

Von Anno Fricke

Der Orientierungswert steigt auf 10,8226 Cent.

Die Vertragsärzte können im kommenden Jahr mit einem Honorarplus von rund 620 Millionen Euro rechnen. Die Summe ist wie folgt zusammengesetzt:

– Steigerung des Orientierungswerts: 550 Millionen Euro
– Steigerung der Veränderungsrate: 70 Millionen Euro. Weiterlesen

22.08.2018

Allianz deutscher Ärzteverbände warnt die Krankenkassen vor Hintertreiben des politischen Willens

Etwas Schatten, etwas Licht, so wird der vorgelegte Entwurf für ein Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) von den ärztlichen Organisationen beurteilt, die sich in der Allianz deutscher Ärzteverbände zusammengeschlossen haben.

Einerseits setzt das Vorhaben weitere schwerwiegende Eingriffe des Gesetzgebers in die Selbstverwaltung und die Organisationshoheit ärztlicher Praxen fort, andererseits erkennt die Politik erstmals den Zusammenhang zwischen der Budgetierung ärztlicher Leistungen und Terminkapazitäten niedergelassener Ärzte an. Weiterlesen

16.08.2018

KBV: Honorarverhandlungen für 2019 gestartet

Wie viel Geld stellen die Kassen für die ambulante medizinische Versorgung 2019 zur Verfügung? Darüber hat die KBV mit den Krankenkassen verhandelt. Dabei ging es einerseits um die Anpassung des Orientierungswerts. Hier spielten in diesem Jahr außerordentliche Kostensteigerungen wie Hygieneauflagen und die DSGVO eine große Rolle. Andererseits hat die KBV eine dringend benötigte Aufwertung der Hausbesuche ins Spiel gebracht. Was in der ersten Sitzung des Bewertungsausschusses herausgekommen ist, erläutert der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen.

Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung, 15.08.2018

15.08.2018

Ärzteschaft – Die Krankenkassen sind in der Finanzierungs­verantwortung

Andreas Gassen, Frank Ulrich Montgomery (v.l.) /Georg J. Lopata

Kritik an den geplanten Regelungen zu Sprechstundenzeiten und Lob für die in Aussicht gestellte extrabudgetäre Vergütung. So kommentieren Bundesärzte­kammerprä

sident Frank Ulrich Montgomery und der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, den Entwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG). Gassen zweifelt allerdings daran, ob Bundesgesund­heitsminister Jens Spahn (CDU) insbesondere die zusätzliche Vergütung für Sprechstundenregelungen und Terminvergabe durchhält.

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13.08.2018

Darmkrebs-Vorsorge – Einladungsverfahren endlich auf dem Weg

Mit mehr als fünf Jahren Verzug haben es die zuständigen Gremien des Gesundheitswesens endlich geschafft, ein Einladungsverfahren zur Darmkrebs-Vorsorge auf den Weg zu bringen. Den Auftrag hierfür hatte der Gesetzgeber bereits im Rahmen des Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes im April 2013 erteilt. Entsprechend der dort gesetzten Frist sollte es eigentlich bereits seit zwei Jahren laufen. Weiterlesen

08.08.2018

Ärzteschaft: SpiFa für unabhängigen Medizinischen Dienst der Kran­ken­ver­siche­rung

Der Medizinische Dienst der Kran­ken­ver­siche­rung (MDK) muss aus der Abhängigkeit der Krankenkassen herausgelöst und unabhängig werden. Das hat heute der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) angemahnt. Hintergrund ist ein Urteil des Landessozialgerichts Stuttgart zur Rehamaßnahme einer demenzkranken Frau.

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06.08.2018

BVOU-Präsident: Kritik am geplanten TSVG

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