Aktuelles

22.06.2018

Ärzte und Psychotherapeuten warnen vor Risiken der Datenschutz-Grundverordnung

Datenschutz – Die Berufsverbände fordern Augenmaß und warnen vor Überregulierung. Sie unterstützen einen Antrag der Bundestagsfraktionen von Union und SPD, der möglichen Abmahnmissbrauch verhindern soll.  

Die „Konzertierte Aktion der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Berufsverbände“ hat heute eine Resolution verabschiedet, in der sie vor einer Überinterpretation der Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) warnt. „Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten dürfen nicht Opfer von Abmahnwellen und daraus folgenden horrenden Strafzahlungen werden. Dies gefährdet empfindlich die ambulante Versorgung der Patienten“, erklärte dazu Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV. Weiterlesen

22.06.2018

Gesundheits­minister gegen Entbudgetierung in der vertragsärztlichen Versorgung

Deutsches Ärzteblatt Online, 21.06.2018

Die Ge­sund­heits­minis­ter­kon­fe­renz hat einen Antrag aus Schleswig-Holstein abgelehnt, die Budgetierung der vertragsärztlichen Versorgung aufzuheben. Der von dem schleswig-holsteinischen Ge­sund­heits­mi­nis­ter Heiner Garg (FDP) eingebrachte Antrag sah vor, mit der Entbudgetierung bei Leistungen der haus- und fachärztlichen Grundversorgung zu beginnen, also die mit dem Erstkontakt verbundenen Pauschalen im haus- und fachärztlichen Versorgungsbereich. Weiterlesen

22.06.2018

„Ständige politische und unsachgemäße Eingriffe schaden enorm“

Gesundheitsministerkonferenz – Deutliche Worte finden die KBV-Vorstände Dr. Andreas Gassen und Dr. Stephan Hofmeister zu den Beschlüssen des heute zu Ende gegangenen Treffens der Gesundheitsminister.  

Auf scharfe Kritik stoßen die Beschlüsse der Gesundheitsministerkonferenz bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). „Die Aussagen und Beschlüsse der Ministerrunde, auch wenn sie nicht bindend sind, helfen den Ärztinnen und Ärzten in keiner Weise“, sagte Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV heute in Berlin. „Eine zukunftsfeste medizinische Versorgung lässt sich so nicht gestalten“, lautete das Resümee von Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV. Weiterlesen

21.06.2018

„Abenteuerlich“ – Ärzte wehren sich gegen Mehrarbeit für lau

Ärzte Zeitung online, 21.06.2018

Etwas mehr Geld für Hausbesuche, aber kaum mehr für die Ausweitung der Mindestsprechstunden – das bieten die Kassen an. Die Ärzte gehen auf die Barrikaden.

Von Hauke Gerlof und Anno Fricke

Hausbesuch: Hier zeigen sich die Kassen bereit, mehr Geld in die Hand zu nehmen. Weiterlesen

20.06.2018

Neue „Vorschläge“: GKV-Spitzenverband hat Bodenhaftung verloren

Zu den Vorschlägen des GKV-Spitzenverbandes zur Sprechstundenausweitung und zur Fortführung der Budgetierung im ambulanten Sektor erklärt der Bundesvorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands (NAV-Virchow-Bund), Dr. Dirk Heinrich: „Wer auf einem Riesenberg von Honorarschulden gegenüber der Ärzteschaft sitzt, Mehrarbeit einfordert und die Budgetierung als bewährtes Instrument sieht, hat jede Bodenhaftung verloren und nimmt die Verantwortung für eine gute Versorgung der gesetzlich Versicherten nicht mehr wahr.“ Weiterlesen

19.06.2018

Spielräume der GKV jetzt für Versorgungsverbesserung nutzen!

Der Deutsche Facharztverband unterstützt den Antrag des Landes Schleswig-Holstein an die Gesundheitsministerkonferenz zur Entbudgetierung vertragsärztlicher Versorgung

„Die Budgetierung vertragsärztlicher Leistungen gefährdet und schädigt die ärztliche Versorgung der Bevölkerung Deutschlands nachhaltig.“, sagt Dr. Petra Bubel, Vorsitzende des Deutschen Facharztverbandes (DFV) heute in Berlin. Weiterlesen

15.06.2018

Keine Überinterpretation der Vorgaben zur Datenschutzgrundverordnung durch die ärztliche Selbstverwaltung

Pressemitteilung Allianz deutscher Ärzteverbände, 15.06.2018

Die Allianz Deutscher Ärzteverbände unterstützt die Stellungnahme des Spitzenverbandes Fachärzte Deutschlands (SpiFa) von Anfang dieser Woche zur Auslegung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Durch datenschutzrechtliche Vorgaben darf kein Sand in das Getriebe der ärztlichen Kommunikation gestreut werden, wie wir zurzeit am Beispiel von Laborleistungen und der Auslegung der datenschutzrechtlichen Grundlagen durch die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein sehen. Weiterlesen

13.06.2018

Nach der STIKO-Empfehlung: Urologen unterstützen Implementierung der HPV-Impfung für Jungen

Deutschlands Urologen haben lange darauf gewartet: Nun hat die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) am 5. Juni ihre Empfehlung zur HPV-Impfung für Jungen beschlossen. Danach empfiehlt die STIKO die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) für alle Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Zu einer Nachholimpfung wird bis zum Alter von 17 Jahren geraten. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. begrüßen diese Entscheidung uneingeschränkt und sichern der STIKO ihre volle Kooperation und Unterstützung bei der anstehenden Implementierungsphase der HPV-Jungenimpfung zu. Mit medizinischen Fortbildungen zu HPV-bedingten Erkrankungen, Impfkursen und der Einrichtung von Jungensprechstunden in urologischen Praxen und Kliniken haben DGU und Berufsverband in der Vergangenheit bereits entsprechende Versorgungsstrukturen eingeführt. „Schon im Herbst 2018 werden die Verbände mit einer Urologischen Themenwoche zur HPV-Impfung für Jungen in Zusammenarbeit mit der STIKO die breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing. Weiterlesen

12.06.2018

BDI: Landarztquote in Nordrhein-Westfalen – purer Aktionismus statt Versorgungsverbesserung

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens setzt zum Wintersemester 2018 eine Vereinbarung des Koalitionsvertrages um und führt die Landarztquote ein. Hiermit soll die hausärztliche Versorgung insbesondere in ländlichen Gebieten gestärkt werden.

„Die Regelung greift zu kurz, weil der Begriff Landarztquote sich einzig und allein auf die Allgemeinmedizin bezieht“, urteilt Dr. Hans-Friedrich Spies, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Es wird einmal mehr verkannt, dass die hausärztliche Versorgung nicht nur von der Allgemeinmedizin, sondern in einem überwiegenden Teil von hausärztlich tätigen Fachärzten für Innere Medizin sowie Kinder- und Jugendärzten sichergestellt wird. Von daher ist es unverständlich, wie durch eine Förderung einer einzelnen Fachgruppe ein generell bestehender Ärztemangel gelöst werden soll. So fehlen in der Versorgung auch zunehmend grundversorgende Fachärzte. Weiterlesen

08.06.2018

Ambulante Versorgung – Stoppt die EBM-Reform – außer Spesen nichts gewesen?

Ärzte Zeitung Online, 08.06.2018

Die Vertragspartner in der ambulanten Versorgung sollten die Arbeit an der EBM-Reform einstellen, bis die Gebührenordnungskommission der Koalition Beschlüsse gefasst hat.

Gastbeitrag von Hans-Friedrich Spies

Die geplante EBM-Reform, an der in der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) mit Hochdruck gearbeitet wird, leidet unter einem Geburtsfehler. Im Erweiterten Bewertungsausschuss, der Schiedsstelle von Kassenärztlicher Vereinigung und Krankenkassen bei Honorarstreitigkeiten, haben sich in 2012 die Krankenkassen durchgesetzt: Eine EBM-Reform hat kostenneutral zu erfolgen. Mehr Honorar für die Vertragsärzteschaft ist somit ausgeschlossen. Weiterlesen

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