Aktuelles

21.07.2021

SpiFa-Chef: „So wird das System am Ende kaputtgespart“

Die Wogen nach der Veröffentlichung der Positionspapier des AOK-Bundesverbands und des GKV-Spitzenverbands zur Bundestagswahl schlagen immer noch hoch. Am Freitag hat sich die Allianz Deutscher Ärzteverbände geäußert und den Krankenkassen vorgeworfen, mit ihren Plänen „Knauserei und Trickserei“ zu betreiben.

Gleichzeitig signalisierte die Geschäftsführerin Versorgung des AOK-Bundesverbandes Dr. Sabine Richard im „ÄrzteTag“-Podcast Dialogbereitschaft. Der HNO-Arzt und Allgemeinmediziner Dr. Dirk Heinrich, Vorsitzender des Spitzenverbands Fachärzte Deutschlands, des Virchowbundes und Sprecher der Allianz Deutscher Ärzteverbände, hat sich diesen Podcast angehört und nimmt nun dazu Stellung.

Heinrich erläutert die Positionen der Ärzte bei den TSVG-Fällen, die die Kassen nach der Bundestagswahl wegen „Strategieanfälligkeit“ wieder ins Budget holen möchten. Er erklärt, warum die Ärzte ein „Kaputtsparen“ des Systems fürchten, wenn die Kassen ihre Forderungen durchsetzen und warum er glaubt, dass die Ängste der Krankenkassen vor mehr Entbudgetierung in Zeiten der Ärzteknappheit unbegründet sind. Nicht zuletzt beschreibt er die Vorstellungen der Ärzteschaft vor der Honorarrunde 2022, die im August beginnt.

Quelle: Ärzte Zeitung, 20. Juli 2021

10.06.2021

Politik – Kritik an geplanter Anpassung der MGV-Bereinigung

Deutsches Ärzteblatt, 10.06.2021

Berlin – Scharfe Kritik an den geplanten Anpassungen der Bereinigung der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung übt der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa). Im Rahmen des Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) sollen die Bereinigungsmechanismen, welche aufgrund von im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) enthaltenen Ausbudgetierungen greifen, abgeändert werden. Weiterlesen

07.06.2021

Anhörung zu Pflegeplänen – Substitution ärztlicher Leistungen: KBV lässt pragmatischere Haltung durchblicken

Ärzte Zeitung, 07.06.2021

Die Übernahme ärztlicher Aufgaben durch Pflegekräfte oder Physiotherapeuten ist seit Jahren ein Aufreger. Jetzt deutet die Lobby der Vertragsärzteschaft Bewegung an – allerdings verbunden mit einer klaren Einschränkung.

Wenn beispielsweise Physiotherapeuten substitutiv ärztliche Leistungen übernehmen, sollte die berufsrechtliche und wirtschaftliche Verantwortung dann komplett bei dieser Berufsgruppe liegen, fordert die KBV.

Berlin. Die Substitution ärztlicher Tätigkeiten sorgt seit Jahren für Zwistigkeiten. Jetzt deutet sich ein bisschen Bewegung an. Weiterlesen

20.05.2021

Finanzierung von Hygienekosten – SpiFa ist „nicht mehr bereit, hier stillzuhalten“

Ärztenachrichtendienst, 20.05.2021

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) hat die Krankenkassen erneut aufgefordert, den niedergelassenen Ärzten ausreichend Geld zur Finanzierung von Hygienemaßnahmen in den Praxen zur Verfügung zu stellen. Die Kassen sollten ihre „destruktive Verweigerungshaltung in der gemeinsamen Selbstverwaltung“ aufgeben, betont der Ärzte-Dachverband in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung. Weiterlesen

20.05.2021

Hygienekosten: SpiFa bemängelt Verweigerungshaltung der Krankenkassen

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) hat die Krankenkassen erneut dazu aufge­rufen, die Kosten für Hygienemaßnahmen in den Arztpraxen ordentlich zu finanzieren.

Der SpiFa argumentiert, die Kosten für eine qualitätsgesicherte und validierte Aufbereitung von medizi­nischen Geräten seien in den vergangenen Jahren erheblich angestiegen. Sie könnten aus den von den Krankenkassen gezahlten Beträge nicht mehr gedeckt werden. Weiterlesen

20.05.2021

EBM-Honorar – Fachärzte bei Hygienekosten „kampfbereit“

Ärzte Zeitung, 19. Mai 2021

Fachübergreifend wollen Vertragsärzte jetzt ambulante Op-Leistungen runterfahren, wenn Patienten keine Deckungszusage ihrer Kasse für die Medizinprodukte-Aufbereitung beibringen.

Teures Op-Besteck: Die Endoskop-Aufbereitung ist nur ein Beispiel für die stetig gestiegenen Hygienekosten ambulant operierender Praxen. Weiterlesen

26.04.2021

Finanzierung – Private Equity in MVZ? Mehr Evidenz täte der Debatte gut

Jedes sechste MVZ ist in der Hand nicht-medizinischer Investoren. Deren Rolle wird kontrovers beurteilt – äußerst kritisch von der Zahnärzteschaft, eher gelassen von Laborärzten.

Geld und Medizin: Immer wieder ein Anlass, zu streiten.

Berlin. Für Ulrich Sommer, Vorstandschef der apoBank, ist die Richtung klar: „Wir brauchen Strukturen, die von der ärztlichen Berufung geleitet werden, vor allem auch in technik- und kapitalintensiven Versorgungsbereichen.“ Weiterlesen

23.04.2021

SpiFa-Fachärztetag 2021 geht in die #digitale Verlängerung

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) geht mit seinem Format SpiFa-Fachärztetag 2021 in die digitale Verlängerung

Vor einer Woche ging der SpiFa-Fachärztetag 2021 als Liveproduktion zu Ende. Der SpiFa diskutierte 2 Tage lang mit seinen Mitgliedern, der Politik und der gemeinsamen Selbstverwaltung über die Belange der Fachärzteschaft in Klinik und Praxis, vor allem und insbesondere mit Blick auf die anstehenden Bundestagswahlen 2021. Weiterlesen

21.04.2021

SpiFa – Fachärzteverband erweitert sein Spektrum

Der SpiFA baut mit drei neuen Mitgliedsverbänden seine Stellung als größter fachärztlicher Dachverband in Deutschland weiter aus.

Berlin. Der Berufsverband der Fachärzte für Angiologie Deutschlands (BVAD) ist neues Mitglied im Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa). Der SpiFa wächst damit nach eigenen Angaben auf insgesamt 34 Mitgliedsverbände an. Gleichzeitig teilt der SpiFa mit, dass die Mitgliederversammlung die Assoziierung der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie genehmigt hat – bereits zu Beginn des Jahres sei die Aufnahme des Berufsverbandes der Deutschen Radiologen (BDR) als ordentliches Mitglied positiv beschieden worden.

Dazu erklärt Lars Lindemann, Hauptgeschäftsführer des SpiFa, laut Mitteilung vom Dienstag: „Der SpiFa baut damit konsequent seine Stellung als größter fachärztlicher Dachverband in Deutschland weiter aus. Dies geschieht nicht allein zum Selbstzweck. Die Vertretung fachärztlicher Interessen innerhalb der ärztlichen Selbstverwaltung aber auch in der gesamten gesundheitspolitischen Landschaft wird immer wichtiger.“ (maw)

Quelle: https://www.aerztezeitung.de/Politik/Fachaerzteverband-erweitert-sein-Spektrum-418950.html

20.04.2021

Umfrage zeigt: Bürokratie bremst die Corona-Impfung in den Praxen aus

Wiesbaden, 19. April 2021: Eine Mitgliederbefragung des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI) zum offiziellen Corona-Impfstart in den Praxen belegt, dass Bürokratie weiterhin das Impftempo hemmt. Allein in internistischen Praxen könnten mindestens 2,5 Millionen Impfdosen pro Woche verimpft werden.

„Die Politik muss die bürokratischen Fesseln lösen, damit wir den Impfturbo in den Praxen nachhaltig zünden können“, fordert BDI-Präsidentin Christine Neumann-Grutzeck: „Die täglich verabreichten Impfdosen haben sich in den letzten beiden Wochen an den Tagen, an denen die niedergelassenen Kolleg:innen geimpft haben, verdreifacht. Es wäre aber noch deutlich mehr möglich, wenn die Politik bessere Bedingungen schafft.“

An der BDI-Umfrage haben sich seit dem Impfstart mehr als 750 hausärztlich (zwei Drittel) und fachärztlich (ein Drittel) Niedergelassene beteiligt. Besonders deutlich wird der Aufwand für die Corona-Schutzimpfung im Vergleich zur saisonalen Grippeimpfung, die jedes Jahr millionenfach in den Praxen durchgeführt wird: 75 Prozent der Befragten gaben an, dass sie für eine Corona-Impfung inklusive Vor- und Nachbereitung mindestens doppelt so lange benötigen wie für eine Grippeimpfung.

Basierend auf den Angaben der befragten Internist:innen geht der BDI in einer konservativen Schätzung davon aus, dass die 29.000 internistischen Vertragsärzt:innen in Deutschland unter optimalen Bedingungen knapp 2,5 Millionen Impfdosen pro Woche verabreichen könnten. „Wir müssen jetzt optimale Bedingungen schaffen, damit – sobald zeitnah deutlich mehr Impfstoff in die Praxen kommt – diese Zahlen auch erreicht werden können“, fordert die BDI-Präsidentin.

Dafür müssten sowohl die niedergelassene Haus- als auch Fachärzt:innen flächendeckend mit Impfstoff beliefert werden. Zudem müsse es vorrangig um das Impfen und nicht die Dokumentation gehen. Auch die Vergütung der Corona-Impfung sehen über 70 Prozent der Befragten als zu niedrig an. „Niemand will an der Pandemie Geld verdienen, aber natürlich muss der Aufwand auch angemessen vergütet werden“, so Neumann-Grutzeck.

Eine Verteilungskampfdebatte zwischen Niedergelassenen und den Impfzentren um verfügbaren Impfstoff will die BDI-Präsidentin dabei jedoch nicht aufkommen lassen: „Das Votum unserer Mitglieder ist sehr differenziert in der Diskussion über das Für und Wider der Impfzentren. Am Ende darf in der aktuellen Lage aber nur das Impftempo zählen. Es kann nicht sein, dass verfügbare Impfstoffe irgendwo ungenutzt verkommen.“

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