17.02.2017

5 Jahre Ärztebashing im Auftrage der gesetzlichen Versicherten?

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) wehrt sich gegen pauschales Ärztebashing.

Unabhängig in wessen Auftrage und mit welchem Ziel die gesetzlichen Krankenkassen oder ihr angegliederte Strukturen über Jahre hinweg generalisiert Ärztebashing betreiben, können wir nur immer wieder darauf hinweisen, dass es fachärztliche Leistungen gibt, die über den gesetzlichen Leistungskatalog hinausgehen und dem Patienten zur Verfügung gestellt werden können und oft sogar müssen, um eine leitliniengerechte Behandlung der Versicherten zu ermöglichen.

Dr. Christian Albring, Vorstand des SpiFa: „Die wiederholte Generalverurteilung der gesamten Ärzteschaft, ihren Patienten Selbstzahlerleistungen vom Praxispersonal geradezu aufdrängen zu lassen, verunsichert Patienten, säht Misstrauen und beschädigt das Arzt-Patienten-Verhältnis. Die fachärztliche Aufklärung über Nutzen und Mehrwert von Selbstzahlerleistungen in jedem individuellen Fall ist für die Fachärzteschaft selbstverständlich.“

„Die negativen Ausnahmen als „Normalfall“ zu bewerten, ist wenig zielführend und sollte auch nicht das Geschäft der gesetzlichen Krankenkassen sein. Wir sind insbesondere darüber verwundert, dass gesetzliche Krankenkassen den IGel-Bereich als Zugangsmöglichkeit von notwendigen Innovationen im Gesundheitswesen derart undifferenziert kritisieren und diffamieren, obwohl diese doch eine Vielzahl von Selbstzahlerleistungen anschließend in den GKV-Leistungskatalog übernommen wissen wollen bzw. diese Leistungen als freiwillige Satzungsleistungen anbieten“, so Lars F. Lindemann, Hauptgeschäftsführer des SpiFa.

Hierzu auch: Pressemitteilung des SpiFa vom 13.07.2016