Aktuelles

08.08.2020

Länder und KVen bereiten sich trotz Kritik auf mehr Coronatests vor

Berlin – In den Bundesländern in Deutschland sollen nach einer Verordnung des Bun­desgesundheitsminis­teriums (BMG) die Testangebote auf SARS-CoV-2 wieder ausgebaut werden. Hintergrund ist, dass seit dieser Woche auch Reiserückkehrer ohne Symptome die Möglichkeit haben, sich auf das Coronavirus testen zu lassen.

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08.08.2020

SpiFa kritisiert Corona-Testpflicht und warnt vor Hysterie

Fachärzte warnen vor sinnloser Überlastung der Labore durch die Ausweitung der Testungen auf SARS-CoV-2 und nehmen die MB-Vorsitzende Johna aufs Korn.

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06.08.2020

„Diagnostische Verfahren nicht ohne einen entsprechenden Anlass anwenden“

Berlin – Wann muss auf SARS-CoV-2 getestet und in welchem Umfang? Diese Frage be­schäftigt Politk und Medien seit Wochen. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Ende Juni kostenfreie PCR-Tests für jedermann eingeführt.

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24.07.2020

Corona-Bilanz der Verbände: „Wir sind nahezu wieder auf Normalniveau“

Fehlende Schutzausrüstung, abgesagte Termine, verunsicherte Patienten und Mitarbeiter – die Corona-Pandemie hat den Alltag in den Arztpraxen kräftig durcheinandergebracht. Der änd hat bei Berufsverbänden nachgefragt, wie es den verschiedenen Fachgruppen in den letzten Monaten ergangen ist. Heute berichtet Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen (BvDU), warum ihm vor allem der Honorarrückgang im privatärztlichen Bereich Sorge bereitet.

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23.07.2020

Notfallversorgung ohne Vertragsärzte fährt direkt an die Wand! DIVI-Behauptungen völlig absurd und schlichtweg falsch

Berlin, 23. Juli 2020 – Als „völlig absurd und schlichtweg falsch“ bezeichnet der Bundesvorsitzende des Virchowbundes die Verlautbarungen des Sektionssprechers „Strukturen Klinische Akut- und Notfallmedizin“ der „Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin“ (DIVI), Professor André Gries. Dieser behauptete, niedergelassene Ärzte hätten in der aktuellen Pandemie ihre Praxen geschlossen und seien für Patienten nicht erreichbar gewesen. Daher hätten, so die DIVI, die Vertragsärzte ihre Glaubwürdigkeit verspielt, auch in Zukunft eine tragende Rolle übernehmen zu können und nur die Kliniken hätten klare Führungskompetenz bewiesen.

„Mit letzteren Behauptungen lässt der Herr Kollege die Katze aus dem Sack“, stellt Dr. Dirk Heinrich fest. „Es geht hierbei nicht um Corona. Die Pandemie wird benutzt, um den zu erwartenden und notwendigen Abbau von Klinikstrukturen zu verhindern, indem er bei der Notfallversorgung ein Monopol des stationären Sektors durch den Ausbau der angeblich völlig überforderten Notaufnahmen fordert. Ich bin mir sicher, die Intensiv- und Notfallmediziner vor Ort haben kein Verständnis dafür, dass einer ihrer Funktionsträger unter Zuhilfenahme von falschen Behauptungen das Lied der Klinikmanager und Krankenhausgesellschaften singt und ihren niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen derart in den Rücken fällt“, erklärt der Bundesvorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands (Virchowbund). Zumal die Äußerungen der DIVI mit keiner einzigen belastbaren Zahl hinterlegt seien.

Bemühe man jedoch die Zahlen, so werde schnell das Gegenteil der DIVI-Behauptungen sichtbar, erläutert Dr. Heinrich: Zu Beginn der Pandemie wurden erhebliche Fallzahlrückgänge von etwa 25 Prozent in den Notfallambulanzen der Krankenhäuser festgestellt. Zeitgleich stiegen die Hausbesuche im organisierten Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen in den letzten beiden Märzwochen des Jahres 2020 um ca. 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so die Auswertungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI). Grund ist der Ausbau des fahrenden Bereitschaftsdienstes der Kassenärztlichen Vereinigungen.

Zeitgleich haben im März 113 und im April 868 Krankenhäuser Kurzarbeit angemeldet. Viele Kliniken haben darüber hinaus die Kurzarbeit umgangen, indem ein Überstundenabbau bei Ärzten und Pflegepersonal angeordnet wurde.

„Die Zahlen belegen also genau das Gegenteil der Behauptungen der DIVI. Sie widerlegen deshalb die Forderung der DIVI, dass bei einer Reform der Notfallversorgung der ambulante Bereich ausgeschlossen werden soll. Eine Notfallversorgung ohne Vertragsärzte fährt direkt an die Wand!“, stellt Dr. Heinrich fest.

„Fakt ist vor allem aber, dass die Bewältigung der Pandemie in Deutschland nur durch das wirkungsvolle Miteinander von starken ambulanten Strukturen und einer leistungsfähigen Kliniklandschaft bislang so erfolgreich war“, fährt Dr. Heinrich fort. Nur durch den ambulanten Schutzwall, in dem sechs von sieben Corona-Patienten behandelt wurden, sei ein schnelles Überlaufen der Kliniken, so wie in vielen anderen Ländern, verhindert worden.

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22.07.2020

Informationen für Vertragsärzte: Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem Coronavirus SARS-COV-2

Bei der Testung von Patienten auf Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 werden drei Patienten-Gruppen unterschieden. Personen mit typischen und atypischen COVID-19-Symptomen mit oder ohne einen epidemiologischen Zusammenhang zu einem COVID-19-Fall, Personen nach Meldung „erhöhtes Risiko“ durch die Corona-Warn-App, die direkt einen Vertragsarzt aufsuchen und die letzte Gruppe der Personen, die nach Befragung durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) gemäß Rechtsverordnung (RVO) einen Test erhalten sollen. Diese Unterscheidung hat insbesondere auf die Abrechnung einen erheblichen Einfluss. Der Abstrich wird bei den ersten zwei Gruppen nach EBM abgerechnet, in der dritten Gruppe erfolgt die Abrechnung nach Sonderregeln und kann regional unterschiedlich gehandhabt werden. Weiterführende Informationen bei der Auswahl der Formulare, der Beauftragung des Labors, des Kodierens und der Meldepflichten finden Sie auf folgenden Übersichten:

Übersicht: Tests auf SARS-COV-2 in der Arztpraxis

Übersicht: Tests auf SARS-COV-2 (Kurzfassung)

 

 

16.07.2020

Resolution der Allianz Deutscher Ärzteverbände zum TI-Streit

Die Allianz Deutscher Ärzteverbände unterstützt ausdrücklich alle Bemühungen, durch eine Digitalisierung die Versorgung der Patienten zu verbessern und unser Gesundheitswesen effizienter zu gestalten. Die damit verbundenen Vorteile müssen aber sowohl bei den betroffenen Vertragsärztinnen und -ärzten, vor allem auch bei den Patientinnen und Patienten ankommen.

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02.07.2020

Ambulante Weiterbildung – Urologen kämpfen für mehr Nachwuchsförderung

Die Urologen machen sich Sorgen um ihren Nachwuchs. Sie fordern mehr Geld für die Weiterbildung – und verweisen auf die Allgemeinmedizin. Hier gibt es Zuschüsse von Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen.

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02.07.2020

Politik – Krankenhäuser wollen Schutzschirm bis „weit“ nach 2021

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert nach den ersten Monaten der Pandemie weitere kurzfristige Gesetzgebung sowie langfristige Strukturentscheidun­gen für die Krankenhäuser. „In dieser Zeit haben die Kliniken mit einer enormen Kraftan­strengung bewiesen, dass sie in der gesundheitsbezogenen Daseinsvorsorge der zentrale Ankerpunkt sind“, erklärte der DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum heute vor Journa­lis­ten.

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02.07.2020

Alte Gräben brechen auf – DKG: Ambulanter Sektor stößt an Grenzen

Mit Abflauen des Ausbruchsgeschehens brechen die Konfliktlinien der Vor-Corona-Zeiten zwischen Vertragsärzten und Krankenhäusern wieder auf.

DKG: Ambulanter Sektor stößt an Grenzen

In der Hochzeit der Corona-Pandemie funktionierte die Kooperation von DKG und KBV noch leidlich – beispielsweise bei den Fieberambulanzen.

Berlin. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat am Mittwoch eine vorläufige Bilanz auch ihrer ambulanten Aktivitäten in der COVID-19-Pandemie gezogen. Das ging nicht ohne Kritik an den niedergelassenen Ärzten ab. „Die Krankenhäuser mussten Ausfalldienstleister für die niedergelassenen Ärzte sein“, sagte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Weiterlesen

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