Aktuelles

20.12.2017

Eine einheitliche Gebührenordnung wäre ein wahrer Pyrrhussieg für die Gerechtigkeit

Der Verband der Privatärztlichen Verrechnungsstellen e.V. (PVS Verband) warnt eindringlich vor Überlegungen, die heute geltenden Gebührenordnungen für ambulante ärztliche Leistungen in GKV und PKV zu vereinheitlichen. „Eine einheitliche Gebührenordnung ist nichts weiter als ein Umgehungstatbestand für eine Bürgerversicherung“, warnt Stefan Tilgner, geschäftsführendes Mitglied im PVS Verbandsvorstand. „Und die Folgen einer Bürgerversicherung wären verheerend.“

Während ärztliche Leistungen für GKV-Versicherte auf der Basis des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) abgerechnet werden, gilt im privatärztlichen Bereich die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Der EBM ist ein Honorarverteilungsschlüssel, die GOÄ eine auf Einzelleistungen basierende amtliche Gebührentaxe. Eine einheitliche Gebührenordnung kann ihr politisches Ziel nur erreichen, wenn die Systematik der GKV zum Tragen kommt. Der Regulierungsapparat des EBM mit Budgetierung, Mengenbegrenzungen, Quotierungen und Abstaffelungen müsste dann auch in der PKV gelten. Und das ist nichts anders als das Ende der PKV. „Mit einer einheitlichen Gebührenordnung würde eine Bürgerversicherung eingeführt, ohne dass man sich zu politisch zu ihr bekennen müsste“, fasst Tilgner zusammen. „Gleiches Geld für gleiche Leistung, das führt in Bezug auf Löhne und Gehälter in der Tat zu mehr Gerechtigkeit. In der Gesundheitsversorgung wird so ein erfolgreiches Modell zerschlagen, das die hochwertige medizinische Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger garantiert.“ Weiterlesen

19.12.2017

Unsachgerechte MDK-Prüfungen gefährden die medizinische Versorgung in den Kliniken

Der Berufsverband der Deutschen Internisten e.V. (BDI) kritisiert das Prüfverfahren des MDK zu den anzuwendenden Abrechnungsvorgaben in der klinischen Versorgung. Die MDK-Prüfungen der Strukturvorgaben der Operations- und Prozedurenschlüssel führen oft dazu, dass in den Krankenhäusern erbrachte Leistungen nicht mehr abgerechnet werden können. Dies verschlechtert die Finanzsituation der betroffenen Kliniken weiter und wird auf Dauer zu Defiziten in der Patientenversorgung führen. Weiterlesen

19.12.2017

Mehr Studienplätze, mehr Auswahlgespräche, mehr Vorbereitung – Niedergelassene Ärzte fordern Konsequenzen aus BVG-Urteil

Der Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands begrüßt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, dass bis 2019 die Auswahlkriterien neben der Abiturnote neu geregelt werden müssen.

„Um ein guter Arzt zu werden, reicht die Abiturnote, also die Lernfähigkeit allein nicht aus. Daher ist es nun dringend notwendig, dass bundesweit weitere einheitliche Kriterien bei der Zulassung zum Studium Berücksichtigung finden“, so der Bundesvorsitzende des Verbandes, Dr. Dirk Heinrich. „So genannte weiche Faktoren wie Empathie, soziale Kompetenz und Kommunikationsfreudigkeit können durch ein persönliches Auswahlgespräch festgestellt werden. Dazu müssen die Medizinischen Fakultäten jetzt in die Lage versetzt werden.“ Weiterlesen

15.12.2017

Schuster bleib bei deinen Leisten – gilt auch für Psychotherapeuten

Der Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI) kann den Wunsch der Psychotherapeuten nach einem geordneten Studiengang im Grundsatz nachvollziehen. Die Ärzteschaft ist in der öffentlichen Diskussion jedoch vor allem deshalb irritiert, weil der Eindruck erweckt wird, psychische Erkrankungen könnten nur von Psychotherapeuten behandelt werden. Weiterlesen

13.12.2017

Reinhardt: Einheitliche Gebührenordnung ist das Einfallstor für die Bürgerversicherung

Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, hat der im Zusammenhang mit der Debatte über die sogenannte Bürgerversicherung diskutierten Kompromisslinie in Form einer einheitlichen Gebührenordnung für gesetzliche und private Krankenversicherung eine klare Absage erteilt. „Der im einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) implementierte Versuch, durch Regulierungsmechanismen Kosten und Beiträge im Bereich der ärztlichen Versorgung in einem künstlichen Gleichgewicht zu halten, kann keine Grundlage für die ärztliche Tätigkeit in freier Berufsausübung sein“, sagte Reinhardt. Wo auch immer eine mögliche Große Koalition den Hebel ansetze, müsse auch künftig die Behandlung eines Patienten auf Grundlage einer individuellen Vereinbarung möglich sein. Dazu bedürfe es einer der freien Berufsausübung angemessenen Gebührenordnung, die nicht den sogenannten „WANZ“ – Kriterien (wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig) unterliege und feste Preise für alle erbrachten Leistungen garantiere. Weiterlesen

12.12.2017

SpiFa betont nach KBV-VV: Entbudgetierung aller Betreuungs- und Koordinationsleistungen nötig

Ärztenachrichtendienst, 11.12.2017

Die fachärztlichen Grundleistungen müssen aus dem Budget heraus, wenn die Arbeit in der Niederlassung künftig attraktiver werden soll – diese Forderung mehrere Facharztverbände griff die Spitze der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) am vergangenen Freitag auf der Vertreterversammlung auf. Die dabei genannten Zahlen trafen jedoch nicht ganz ins Schwarze, betonte der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) am Montag.

Der Blick auf die Grund- und Konsiliarpauschalen reicht nicht, betont Lindemann. Weiterlesen

11.12.2017

BDI fordert nachhaltige Laborreform

Der Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI) betrachtet mit Sorge, dass die zuletzt vorgestellten Laborreformen im ambulanten Versorgungsbereich stets am Kern der Sache vorbeilaufen. Der Geburtsfehler im Bereich der Laborvergütung muss Konsequent beseitigt werden, indem die Sachkosten nicht mehr Teil der Laborvergütung im einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) darstellen. Durch bloßes Rechnen lässt sich das Mengenproblem beim Labor nicht lösen. Es führt nur zu Verteilungskämpfen zwischen den verschiedenen Gruppen. Die zukünftige Laborreform muss auf einer medizinisch gesicherten Indikationsbasis neu formuliert werden. Weiterlesen

11.12.2017

Wirtschaftsrat erteilt Bürgerversicherung eine Abfuhr

Es ist ein Novum, dass sich der Wirtschaftsrat der CDU mit dem Gesundheitswesen beschäftigt. Doch offenbar sorgt sich der überwiegend Arbeitgeber-orientierte Verband um die Folgen einer zwangsweisen Bürgerversicherung.

Von Dr. Hans-Friedrich Spies

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. gilt als einflussreicher Verband innerhalb der christlich-demokratischen Union. In ihm sind viele Unternehmer, vor allem aus dem Mittelstand, organisiert. die die Interessen der Arbeitgeber – innerparteilich – vertreten. Weiterlesen

07.12.2017

BDI fordert einen mutigen Schritt in Richtung eines digitalen Gesundheitswesens

Der Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI) beobachtet mit Sorge, dass technisch längst mögliche digitale Lösungen in unserem Gesundheitswesen keine Anwendung finden, um den aktuellen Herausforderungen der Patientenversorgung gerecht zu werden. Ein digitaler Entwicklungsschub unter Wahrung des persönlichen Arzt-Patientenverhältnisses ist dringend notwendig. Weiterlesen

05.12.2017

BDI fordert sofortiges Ende der unsachlichen Debatte zur Neuordnung der Notfallversorgung in Deutschland

Die Debatte in den letzten Tagen über die Neuordnung der Notfallversorgung in Deutschland zwischen den Selbstverwaltungspartnern zeigt wieder einmal, dass die Akteure nichts hinzugelernt haben. Gegenseitige polemische Vorwürfe passen in die Vergangenheit und sind nicht geeignet, gegenüber Versicherten, Patientinnen und Patienten, Bürgern und Bürger und zuletzt der Politik, ein funktionierendes System der Selbstverwaltung abzubilden. Leider scheinen alle gerade an der Grenze ambulant/stationär konfliktiv unterwegs zu sein, anstatt zu kooperieren. Weiterlesen

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